Unternehmen und Organisationen haben mittlerweile erkannt, dass Informationen und insbesondere
Wissen einen enormen Wert haben, um aktuelle Anforderungen, die aus dem Markt,
den technischen Innovationen und durch die Globalisierung entstehen, zu bewältigen.
Dieser Artikel führt in die grundsätzlichen Überlegungen zum
Wissensmanagement ein. Vielfach ist nämlich ebenfalls zu beobachten, dass
erst Unternehmen ab einer bestimmten Größe überhaupt Ressourcen
finanzieller und personeller Art aufwenden, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen
und Wissen als Verteidigungs- und Angriffswaffen zu verwenden. Dies ist allerdings
sehr nachteilig zu sehen, weil für jede Unternehmensgröße relevantes
Wissen über Konkurrenten, das Marktumfeld oder die eigenen Prozesse, Kunden
und Lieferanten existiert, das – gut genutzt – zu Markt- und Wettbewerbsvorteilen
umgewandelt werden kann. Darüber hinaus ist auch aufgrund einer Reihe von
standardisierten Software-Produkten eine Vereinfachung und Kostenverringerung
zu beobachten, wenn dieses Wissen erfasst und genutzt werden soll. Systeme im
Bereich des Wissensmanagements sind durchaus auch für mittelständische
Unternehmen in greifbarer Reichweite.
Man spricht von unserer Gesellschaft als Wissensgesellschaft bzw. von unserem Zeitalter als Wissenszeitalter. Nun ist es besonders wichtig, die Ressource Wissen gezielt zu nutzen, weil die Erfahrung von Mitarbeitern und ihr Wissen um effiziente Prozesse und Techniken genauso wichtig ist wie das Wissen, das aus Informationen generiert werden kann, die von Kunden, Lieferanten oder aus sonstigen externen Quellen beschafft werden können. Das intellektuelle Kapitel eines Unternehmens lässt sich dabei als Summe des gesamten Wissens der einzelnen Mitarbeiter betrachten. Es ermöglicht bei guter Nutzung und natürlich entsprechender Pflege und Verbesserung im Regelfall einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen zu erlangen.

Neue Aufgaben für Unternehmen
Diese Bedeutung ist in der Zeit nach der Entwicklung und immens schnellen Ausbreitung
des Internets und erhöhter Nutzung von Softwareprodukten besonders angestiegen.
Dabei versteht man unser einer Revolution eine plötzliche, einschneidende
und umfassende Veränderung, d.h. einen Umschwung im bisher Vertrauten.
Dies fußt auf einer Reihe von sich teilweise gegenseitig bedingenden Effekten:
Die Märkte öffnen sich durch die so genannte Globalisierung in einem
Maße, der bisher nicht bekannt war, was sich auch in solchen Schlüsselbranchen
wie der Logistik nachvollziehen lässt. Dies führt mit einer Internationalisierung
der Märkte dazu, dass Unternehmen vor völlig neuen Aufgaben gestellt
werden, sich mit Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie auch mit Konkurrenten
auseinanderzusetzen, die nicht mehr regional verortbar sind. Dies betrifft darüber
hinaus durchaus nicht nur die großen Organisationen, die ihre Zulieferer
aus der ganzen Welt aussuchen und dadurch ihre bisherigen, regionalen Zulieferer
in eine Konkurrenzsituation mit der ganzen Welt befördern. Man kann dies
auch an den privaten Konsumverhaltensweisen erkennen, wo auf Grundlage einer
viel besseren Marktinformation Preise und Qualitäten überregional
verglichen und beschafft werden können. Als weiterer Aspekt lässt
die Verlagerung von Produktionsstandorten in so genannte Billiglohnländer
und wiederum ihr wirtschaftlicher Aufstieg bis hin zum Verlust ihres Billiglohnstatus
nachvollziehen. Insbesondere durch die rasche Ausbreitung des Internets und
weiterer Netzwerk- und Software-Technologien ist es auch in bisher technisch
wenig entwickelten Regionen möglich, sich allumfassende Informationen zu
Märkten, Produkten, Unternehmen und sonstigen Gegebenheiten zu verschaffen.
Diese ganzen einzelnen Aspekte bedingen, dass Unternehmen eine Neuausrichtung in zwei Bereichen bedürfen. Dies sind zum einen die Wettbewerbsstrategien und zum anderen die Wertschöpfungsstrategien. Als Wettbewerbsstrategien bezeichnet man die Methoden, die ein Unternehmen anwendet, um sich gegenüber Konkurrenten durchzusetzen, sich im Markt zu positionieren. Als Wertschöpfungsstrategien bezeichnet man dagegen diejenigen Techniken, welche Unternehmen einsetzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu erstellen oder durchzuführen. Dies bezieht sich auf Verfahrensweisen, Kostenstrukturen und allgemeinen Vorgehensweisen, die sich möglicherweise von anderen Unternehmen und ihren Prozessen unterscheiden. Sie führen im Normalfall zu anderen Produkt- und Dienstleistungsstrukturen, was wiederum zu einer besonderen Marktposition und damit einer entsprechenden Wettbewerbsstrategie führt.
Durch die Berücksichtigung von Wissen als eigenem Produktionsfaktor, der
für die charakterliche Ausbildung des Unternehmens den Nährboden bildet,
hat sich eine ganz andere Betrachtung von Organisationen ergeben. Insbesondere
zu Beginn der Industrialisierung betrachtete man die Organisation als eine real
vorhandene und fast stoffliche Einheit, die sich aus solchen Elementen wie Grundstücken,
Gebäuden als Hülle und natürlich den Maschinen als Umwandler
für die eingesetzten Rohstoffe und den Menschen als durchführende
und regelnde Kraft zusammensetzte. Dies führte dazu, dass in der betriebswirtschaftlichen
Perspektive insbesondere die Güter- und Materialflüsse sowie ihre
Umwandlung im Vordergrund standen. In der Managementliteratur und auch in der
Softwaretechnik, welche immer stärker diejenige Technik bildete, welche
Verbesserungen in den Unternehmen umsetzen konnte, entstanden solche Maßnahmen
wie Business Reengineering, Prozessmanagement, Total Quality Management, Kaizen
und Kanban. Als diese zum Teil heute noch mit großem Erfolg eingesetzten
Techniken entwickelt wurden, nahm man an, dass ihre möglichst gute Umsetzung
eine fast endgültige Lösung von betrieblichen Herausforderungen darstellte.
In Wirklichkeit jedoch haben diese Techniken, die heute durchaus ihren Wert
nicht verloren haben, einen Untergrund bereitet, auf dem die Techniken des Wissensmanagement
aufsetzen oder die auch diese Techniken positiv beeinflussen.
Es entstanden auf der Basis dieser Techniken weitere Versuche, um Märkte
aktiv zu beeinflussen, kundenorientiert zu produzieren, die interne Organisation
beständig anzupassen und zu verändern, mit sich verkürzenden
Innovationszyklen und Moden umzugehen, ein hohes Innovationstempo umzusetzen
und leistungsstarke Produktions- und Dienstleistungssysteme einzusetzen. Dadurch
treten solche Fähigkeiten wie Ideen, die Kreativität, das eigene Unternehmens-
und Markenimage, Problemlösefähigkeiten, die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse
zu antizipieren und im Vorfeld darauf zu reagieren, die Geschwindigkeit in Forschungs-
und Entwicklungsprozessen zu meistern und kontinuierlich zu lernen, in den Vordergrund.
In diesem Zusammenhang gibt es immer mehr Menschen in Organisationen, die sich zu großen Teilen ihrer Arbeitszeit mit der Beschaffung, Bewertung und Nutzung von Informationen beschäftigen. Dies erfordert eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen, die sowohl im Bereich der Software-Technik als auch in der Organisation selbst angesiedelt sind. In organisatorischer Weise ist sie verbunden mit Kommunikation, Transaktion und Interaktion. Dies setzt eine soziale Struktur voraus, in der solche Prozesse ermöglicht und auch tatsächlich durchgesetzt werden. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass der Prozess, in dem Wissen erarbeitet wird, permanent durchgeführt wird. Wissen muss kontinuierlich verifiziert oder falsifiziert, d.h. im Hinblick auf seine Richtigkeit und Verwertbarkeit kontrolliert werden, es bedarf einer beständigen Verbesserung und ist stets auch mit der Gefahr der Unwissenheit und Ungenauigkeit verknüpft. Durch diese Wissensarbeit erst können überhaupt die positiven Effekt des Wissens entfesselt werden. Die Implementierung entsprechender Infra-Strukturen ist jedoch ein eigenständiger Aufgabenbereich, der sich immer wieder auch in Projekten mit hohem Software-Anteil widerspiegeln, die in diesem Bereich durchgeführt werden.
Organisatorische Schwierigkeiten, welche eine erfolgreiche Einrichtung von wissensbasierten Systemen und einer entsprechenden Unternehmenskultur verhindern können, sind in einer ganzen Reihe von Ursachen zu suchen. Sie müssen ebenfalls im Rahmen eines entsprechenden Software-Projekts gebändigt werden. Folgende kann man nennen: vergleichbare Problemstellungen werden an verschiedenen Orten des Unternehmens bearbeitet, aber es findet kein Austausch über erfolgreiche Techniken statt; es fehlt ein Dienstweg, auf dem erfolgreiche Techniken und damit Wissen transportiert werden könnte; es mangelt der Organisation an Wissen von Mitarbeitern aus dem privaten Bereich oder früheren Beschäftigungen; es existieren keine Kommunikationswege, um Kunden- oder Lieferantenhinweise an die Stellen zu befördern, die sie tatsächlich für Innovationen und Verbesserungen nutzen können; es werden nur die Arbeitsergebnisse festgehalten und bewertet, nicht jedoch die Techniken und damit der erfolgreiche Weg, der zur Erstellung des Ergebnisses zurückgelegt wurde; Wissen verlässt mit einem Mitarbeiter das Unternehmen, ohne dass es eine Möglichkeit oder Verpflichtung geben würde, dieses Wissen weiterzugeben; Mitarbeiter, die kurzfristig ausfallen, haben kein Wissen in Form eines Ersatz-Mitarbeiters hinterlassen; die Organisation erfährt nichts von Innovationen und dadurch drohenden Wettbewerbsveränderungen.
Software-Produkte in Form von Wissensmanagement-Systemen oder auch Analyse-, Berichts- oder Expertensystemen bilden die technische Basis für die Einrichtung eines Wissensmangements und dem Vorhanden sein von Business Intelligence, stellen aber durchaus nicht das gesamte Fundament dar, um erfolgreich Wissen zu nutzen. Man kann hier zwischen Tiefen- und Oberflächenstrukturen unterscheiden. Es sind insbesondere die Tiefenstrukturen, die in besonderem Maße organisationale Intelligenz aufweisen sollten, um Produkte oder Dienstleistungen anbieten zu können, die deutlich über den Fähigkeiten eines einzelnen Individuums liegen. Als Oberflächenstrukturen bezeichnet man dann genau die Ergebnisse dieser verschiedenen Prozesse in Form von Gütern und Dienstleistungen. Sie basieren auf dem intellektuellen Kapital, das man auch als Tiefenstrukturen bezeichnen kann. Es setzt sich aus einer ganzen Reihe von einzelnen Komponenten zusammen, die in der nachfolgenden Abbildung auch angegeben sind. Sie bestimmen die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die als Dach auf diesen Tiefenstrukturen aufsetzen. Genau an dieser Basis setzt Wissensmanagement mit seinen verschiedenen Techniken und Software-Lösungen ein, die allerdings alle auch in der Organisation und der Psyche von Mitarbeitern verankert sein müssen.

Die Comelio GmbH bietet eine große Auswahl an Dienstleistungen im Bereich des Wissensmanagement ein. Diese betreffen vorrangig die Erstellung von individuellen Systemen zur Wissensanalyse in Form von Berichts-/Experten- oder Analyse-Systemen, die nur zu geringen Teilen auf fertigen Produkten von Microsoft oder Oracle aufsetzen. Sie haben normalerweise einen sehr umfangreichen Anteil an individueller Software-Entwicklung und nutzen nur Kern-Technologien dieser Anbieter. Wenn jedoch ein reines Systems zum Wissensmanagement zum Einsatz kommen soll, dann untersucht die Comelio GmbH die verschiedenen fertigen Produkte am Markt, bietet selbst fertige Lösungen an und versucht, für die gestellten Anforderungen eine möglichst gute Kombination aus Standard-Produkt mit hoher Investitionssicherheit und individueller Anpassung oder Erweiterung zu finden. Im reinen Dienstleistungsbereich können verschiedene Berater mit unterschiedlichen technologischen Schwerpunkten auch Unternehmen, die wissensbasierte Systeme einsetzen wollen, bei der Architektur, Planung und vor allen Dingen auch organisatorischen Installation und Umsetzung im Rahmen eines solchen Projekts unterstützen.
comelio.com
